2006 - 2014 erreichte Ziele

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Im September 2006 wurde ich zum Landrat des Landkreises Lüneburg gewählt. Für mich war es damals an der Zeit, positiv in die Zukunft zu sehen und dafür zu sorgen, dass unser Landkreis wieder Schwung gewinnt. "Ich will eine gerechte Politik für die Menschen im Landkreis Lüneburg gestalten", war eine meiner Aussagen vor der Wahl 2006.

Nach fast acht Jahren will ich Rückschau halten. Bitte überzeugen Sie sich von meinen Erfolgen in folgenden Bereichen - die Aufzählungen sind nicht vollständig sondern nur ein kleiner Auszug aus meiner vielfältigen Arbeit:

 

Lüneburg ist eine Bildungsregion geworden. Das kann als Prädikat festgehalten werden. Auf der Zukunftskonferenz am 24. Oktober letzten Jahres in der Ritterakademie wurde deutlich: Bei der schulischen und frühkindlichen Bildung sind wir gut aufgestellt. Und bei uns leben viele Hochqualifizierte und wenig Geringqualifizierte. Wir haben hier den alleinigen Spitzenwert in Niedersachsen.

Wir unterstützen unsere Gemeinden beim Bau, Unterhalt und Betrieb von Krippen und Kindergärten.

Das Angebot an Ganztagsschulen wurde erweitert und wir wollen schrittweise möglichst vielen Kindern inklusive Schul- und Ausbildungsangebote ermöglichen.

Unser Landkreis erlebte in den letzten Jahren als Bildungs- und Kulturregion einen spürbaren Aufschwung. Es wurden 80 Mio. Euro an Investitionen in die landkreiseigenen Schulen getätigt. Dazu kamen noch einmal 18 Mio. Euro an Bauunterhaltung in unserer Schulen. Das Schulzentrum Oedeme - Oberschule und Gymnasium - ist fast durchmodernisiert und mit einer Mensa versehen. Auch die große Sporthalle am Schulzentrum wurde saniert. Am Schulzentrum Scharnebeck haben wir eine Mensa gebaut, die Sporthalle und die Kreisbibliothek saniert.

Im August 2012 ist die IGS (Integrierte Gesamtschule) Embsen an den Start gegangen. Wir bauen am Schulzentrum gemeinsam mit der Samtgemeinde Ilmenau eine neue Grundschule und eine Mensa.

Unsere berufsbildenden Schulen wurden räumlich und sächlich z.B. mit Automatisierungs- und Großküchentechnik besser ausgestattet.

Die Leuphana Universität Lüneburg ist bundesweit als Vorreiter des Bologna-Prozesses bekannt geworden und hat hierdurch an Attraktivität gewonnen. Durch die jetzige Arbeit der Universität Lüneburg werden regionale Innovationsprozesse unterstützt und auch wir haben unsere Studie „100% Erneuerbare Energieregion Lüneburg“ durch die Universität erstellen lassen.

Wir haben die Zusammenlegung der beiden Volkshochschulen unserer Region erreicht und bieten nun ein umfangreiches Kursprogramm und Schulabschlüsse aus einer Hand.

Gemeinsam mit der Hansestadt Lüneburg haben wir das Kinder- und Jugendtheater gebaut.

Der Landkreis Lüneburg finanziert das Theater Lüneburg zur Hälfte mit ca. 1,3 Mio. Euro pro Jahr. In 2014 sind umfangreiche energetische Sanierungsmaßnahmen mit EU-Fördermitteln geplant. Auch Sanierungen im Bühnenbereich, eine Klimaanlage und neue Bestuhlung werden teilweise noch dieses Jahr durchgeführt.

Wir beteiligen uns anteilig an der Finanzierung der Musikschule Lüneburg - jeweils nach Anzahl der Schüler aus dem Landkreis.

In Bleckede gibt es nun jährlich ein Konzert in Rahmen des Mecklenburg Vorpommern Festivals.

Für unsere Schulen haben wir den Schülermusikwettbewerb ins Leben gerufen. Das kommt bei den Schülerinnen und Schülern gut an.

Wir unterstützen den neuen Museumsbau mit 2 Mio. Euro und haben eine Museumspädagogin eingestellt, die ein attraktives Angebot für Kinder auf die Beine stellt.

Alle Samt- und Einheitsgemeinden haben mit Hilfe des Landkreises jetzt zumindest eine wettkampfgerechte Sporthalle.

Das reiche Netz der Verbands- und Vereinsarbeit wurde gesichert. Finanziell durch den von mir vor acht Jahren versprochenen und dann 2007 auch eingerichteten Strukturentwicklungsfonds. Unsere Sportvereine wurden mit fast 1 Mio Euro unterstützt.

Ideele Unterstützung gibt es durch den Sportausschuss, der 2007 gebildet wurde.

Ein neues Aufstiegswerk am Elbe-Seitenkanal ist in der Planung und muss im neuen Bundesverkehrswegeplan abgesichert werden. Daran haben auch die Bundesländer Hamburg und Niedersachsen ein großes Interesse.

Das dritte Gleis wird gebaut und zusammen mit unseren Nachbarlandkreisen wollen wir die Qualität des SPNV nach Hamburg sichern und steigern. Gemeinsam haben wir deshalb eine Machbarkeitsstudie zusammen mit dem HVV angeregt.

Wir unterstützen die ersten Bürgerbusse in der Samtgemeinde Amelinghausen.

Die Busverbindungen wurden gerade auf den Schnellbusstrecken nach Amelinghausen, Bleckede und Dahlenburg zu vertretbaren Preisen gesichert und die Verbindungen mit dem Metronom von und nach Hamburg ausgebaut.

Beim Hochwasserschutz arbeite ich eng mit allen Landräten von Magdeburg bis zum Geesthachter Wehr zusammen. Wir wollen eine einheitliche Deichhöhen erreichen. Für uns bedeutet das eine Deicherhöhung um mindestens 85 cm. Auch bei der Entbuschung wird eine kreisübergreifende Zusammenarbeit angestrebt, denn EU-Verordnungen und die prioritären Lebensräume sind zu beachten.

Im Amt Neuhaus wurde das Arche-Zentrum eingerichtet, die Sparkasse hat dort ihr Bilderarchiv hinverlagert und durch die Sparkassenstiftung haben wir in Konau einen alten Bauernhof gekauft der u.a. auch dem Streuobstwiesenverein zur Verfügung steht. Hier sollen alte Obstsorten und Obstbäume gesichert und erhalten werden.

Die Aufstallpflicht für Geflügel wurde in der Zwischenzeit abgeschafft.

Unsere Schwalben-Willkommensaktion wird von immer mehr Menschen unterstützt. Dies sichert den Bestand der Schwalben bei uns.

Hansestadt und Landkreis haben einen gemeinsamen Integrationsbeirat ins Leben gerufen, ein Familien- und Seniorenservicebüro geschaffen. Aus dem Bildungs- und Teilhabepaket finanzieren wir unser Bildungs- und Integrationsbüro.

Wir sind dabei, die seniorenpolitischen Beratungsstrukturen fortzuentwickeln indem wir die Seniorenservicebüros mit den Pflegestützpunkten zusammenführen. Unsere bereits eingerichtete Alten- und Pflegekonferenz kann dabei unterstützende Hilfe leisten.

Ich habe den Tag der Ehrenamtlichen eingeführt.

Die Kreisverwaltung wurde - zwar noch nicht überall aber überwiegend - zu einem modernen Dienstleistungsbetrieb, in welchem Bürger- und Serviceorientierung im Mittelpunkt des Verwaltungshandelns stehen. Service aus einer Hand. Die Akte muss wandern, nicht der Bürger.

Bürgersprechstunden des Landrats, ein Bürgertelefon und ein geregeltes Beschwerdemanagement wurden eingeführt.

Wir pflegen in unserer Region vertrauensvolle Beziehungen zwischen dem Landkreis und seinen Gemeinden und ein aktives Miteinander aller Verantwortungsträger.

Der Landkreis Lüneburg war der zweite Landkreis, der 2012 dem Entschuldungsvertrag mit dem Land Niedersachsen beigetreten ist und die Kassenkredite so um 71,9 Mio. Euro senkte. Dies machte es möglich, die Kreisumlage in den letzten beiden Jahren zu senken, um so den Gemeinden mehr finanziellen Spielraum zu geben.

Der Fremdenverkehr wurde gestärkt indem der Landkreis Lüneburg zusammen mit anderen Landkreisen Tourismusgesellschaften für die Lüneburger Heide und den Elberaum gründete.

Die blaue Papiertonne wurde eingeführt und die Gesellschaft für Abfallwirtschaft wurde nicht privatisiert sondern in eine öffentlich rechtliche Trägerform umgestaltet. Dies kommt langfristig den Gebührenzahlern zu Gute.

Speziell für die Entwicklung im Ostkreis haben wir eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mitten im Arbeitsprozess befindet. Ich hoffe, dass wir bis zum Sommer erste Ergebnisse vorweisen können. Denn die sollen, wo erforderlich, auch im Westkreis eine Übertragung finden.

Die Reit- und Freizeitangebote in Luhmühlen bzw. Westergellersen wurden durch neue Hallen, Reitplätze und ein Multifunktionsgebäude ausgebaut.

In der EU-Förderperiode 2007 – 2014 wurden zusammen mit den Gemeinden für kleine und mittlere Unternehmen 5 Mio. Euro für betriebliche Innovationsförderung zur Verfügung gestellt. Hieraus wurden 36 Mio. für Investitionen getätigt und so knapp 400 Arbeitsplätze gesichert oder geschaffen.