Energiewende, Klima- und Naturschutz

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Die Energiewende ist die Herausforderung unserer Generation. Um diese Herausforderung zu meistern, ist es wichtig, die Menschen mitzunehmen und ehrlich zu sein. Die technischen Fragen der Energiewende scheinen beherrschbar, anders ist es mit der Akzeptanz der Menschen. Dies erleben wir zurzeit gerade bei uns im Landkreis bei den Widerständen gegen das Regionale Raunordnungsprogramm Windkraft, aber auch unmittelbar beim Bau von Windkrafträdern und Biogasanlagen.

Bei Biogasanlagen ist die Nutzung der Abwärme unerlässlich, ansonsten sollten sie nicht mehr genehmigt werden. Wo die Abwärme noch nicht genutzt wird, werden wir die Betreiber beraten, eine Doppelnutzung anzustreben. Fische und Tomaten brauchen beispielsweise eine Temperatur. Also können in einem geschlossenen System Fische und Tomaten gleichzeitig heranwachsen.

Umweltfreundliche Energieproduktion ist unerlässlich, um die Energiewende hinzubekommen. Keiner will mehr Atomkraft- oder Kohlekraftwerke. Mit der Avacon haben wir in die Netze investiert und sind mit unseren Gesellschafteranteilen nicht mehr an der Erzeugung und dem Vertrieb beteiligt.

Wir werden zusammen mit unserer Sparkasse versuchen, die Menschen in unserer Region an Bürgerwindkraftanlagen zu beteiligen. Das müssen wir in den nächsten Monaten möglich machen.

Und wir werden Kleinwindkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 25 m im Außenbereich außerhalb von Vorrangflächen zulassen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Mit unserem Gutachten der Leuphana Universität Lüneburg 100%-Erneuerbare-Energie-Region sind wir auf einem guten Weg, dies auch umzusetzen. Wir alle wissen, den größten Anteil an der Energiewende kann die Einsparung von Energie bringen.

Wir werden im Landkreis darauf hinarbeiten, dass Häuser möglichst wenig Energie verbrauchen. Um beim Heizen Energie zu sparen, werden Wärmedämmungen an unseren Gebäuden immer wichtiger.
Leider haben diese Sanierungen eine negative Seite: Bislang nisten zahlreiche Vogel- und Fledermausarten in Nischen und Spalten an Häusern. Durch Dachmodernisierung und Dämmen der Außenwände verschwinden diese kleinen Lebensräume. Die Bestände von Mauerseglern, Haussperlingen und Zwergfledermäusen sind rückläufig.

Wir müssen also auch an energetisch sanierten Gebäuden Schlupflöcher für Mauersegler und Fledermaus schaffen. Das BUND-Projekt Klimaschutz und biologische Vielfalt unter einem Dach werden wir unterstützen.

Auch und gerade im privaten Zuhause stellt sich die Frage, wie man energiebewusster in den eigenen vier Wänden leben kann. Der Verband Wohneigentum klärt hier bereits über Einsparmöglichkeiten aus. Mit Hilfe unserer Klimaschutzleitstelle werden wir die Beratung und Hilfe zum Energieeinsparen ausweiten.