Frühkindliche Bildung

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Auf den Anfang kommt es an. So lautete vor einigen Jahren die Vorgabe der Landesregierung beim Ausbau von Krippe und Kindergarten. Die Betreuungsquote bei den unter 3-jährigen lag im Landkreis Lüneburg zum 1.3.2013 bei 32,5 Prozent. Damals der zweitbeste Wert in ganz Niedersachsen. Nur der Landkreis Göttingen lag vor uns. Wir haben also die erforderliche Platzzahl, wenn wir die Tagespflegestellen noch dazu zählen, in Krippe und Kindergarten erreicht.

Bereits 2007 haben wir mit unseren Gemeinden einen Vertrag geschlossen, der qualitätsentwickelnde und qualitätssichernde Maßnahmen in unseren Kindertagestätten zum Ziel hatte. Das hat sich bewährt. Auf der Konferenz zur EU-Förderung im Oktober letzten Jahres wurde beim Vergleich aller niedersächsischen Landkreise aufgezeigt:
In der frühkindlichen und schulischen Bildung steht der Landkreis gut da. Und das wollen wir in den nächsten Jahren noch weiter ausbauen. Das ist gut angelegtes Geld, denn wir investieren in die Zukunft unserer Kinder.

Wir zahlen den Kommunen, die Kitas und Krippen unterhalten, einen jährlichen Betriebskostenzuschuss. Für die Haushaltsjahre 2014 und 2015 ist eine Anhebung des Ansatzes um jeweils 800.000 Euro auf dann insgesamt 4,2 Mio. Euro vorgesehen. Damit entlasten wir unsere Kommunen, aber auch die jungen Familie.
Auf einer Fachveranstaltung vor einigen Wochen wurde aufgezeigt, dass die Kosten-Nutzen-Analyse für frühe Kinderbetreuung nach einer 40jährigen Längsschnittuntersuchung bei 1 zu 14 liegt. Eine frühe Investition in die Erziehung der Kinder rentiert sich später, z.B. weniger Kinder ohne Schulabschlüsse bzw. mehr Schulabgänger mit hohem Abschluss, bessere Berufschancen.

Auf der Fachtagung wurde vom Referenten sehr eindringlich eingefordert: Qualität in unseren Kindertagesstätten muss zentrales Ziel der Politik in den nächsten Jahre sein. Mit unserer Fortbildungsreihe mit dem Thema Qualitätsmanagement in Kindertagesstätten sind wir auf dem richtigen Weg.

Trotzdem müssen wir in den nächsten Jahren mit der Landesregierung zu Vereinbarungen über eine dritte Kraft in den Gruppen kommen. Ohne finanzielle Hilfe des Landes geht das nicht.

Wir werden uns aber auch der Herausforderung stellen müssen, dass die Angebote der frühkindlichen Erziehung mit einer Funktionserweiterung einhergehen sollten. Ich denke hier z.B. an Eltern-Kind-Zentren oder Familienzentren. Denn Familien stärken, heißt Kinder stärken. Kinder brauchen Bildung, Beziehung, Zukunft. Eltern brauchen eine verlässliche, inklusive Kinderbetreuung.